Lücken auf einem Bild platzieren – Wunsch nach H5P Content Type

Nach einer kurzen Unterhaltung auf Twitter mit @BirgitLachner, @otacke und @haberl_chr habe ich mal versucht, mit der Course Presentation umsetzen, was Birgit in den Raum geworfen hat: Sie hätte gerne einen Content Type in H5P, mit dem man Lücken auf einem Bild platzieren kann.

Auch ich kann mir das für viele Anwendungsfälle vorstellen – für neue Vokabeln, die auf einem Bild zu sehen sind, für die Benennung von Graphen in einem Diagramm, und so weiter.

Versuch: Course Presentation

Auf den Folien einer Course Presentation kann man Inhalte beliebig platzieren, also auch aufeinander!
Das hat auch mit einer Grafik und Lückentexten an sich schon funktioniert, so sieht mein schnelles Testergebnis aus

 

Wenn ihr die Begriffe einsetzt, seht ihr, wie schnell dieser Weg an seine Grenzen stößt:

  • Die zu benennenden Elemente müssen weit auseinander liegen, damit sich die Quiz-Elemente nicht überlappen.
  • Man kann jede Lücke einzeln überprüfen, allerdings nimmt das dann mit den üblichen Feedback-Elementen unter Umständen zu viel Platz weg.

Eigener Content Type als Lösung?

Auf ähnliche Probleme wird man vielleicht auch in einem eigenen Content Type für den Anwendungsfall schließen. Allerdings könnte es bei diesem Content Type nur einen einzelnen “Submit” Button geben und eine einzige Punkte-Skala. Außerdem reicht häufig auch nur ein zentraler Arbeitsauftrag, was bei den Lücken selbst wieder Platz schaffen würde!

Ich selbst kann den Content Type leider nicht programmieren, da reichen meine Kenntnisse im Moment hinten und vorne nicht. Aber vielleicht findet sich ja jemand, der da gerne experimentieren und einen tollen Beitrag zur H5P- und OER-Community leisten möchte!

Bin ich zu doof für OneNote?

Dieser Beitrag ist eine Mischung aus Reflexion, Sammlung offener Fragen und Hilferuf zu Microsoft OneNote. Denn seit Monaten und Jahren lese ich auf twitter und höre ich von übers Internet bekannten Kolleginnen und Kollegen, wie toll OneNote denn für Lehrkräfte sei, wie leicht damit die Organisation seiner Materialien ginge und wie praktisch die Organisation des Unterrichts damit liefe.

Nun habe ich schon mehrere Anläufe probiert, mich mit OneNote als Tool zur Planung und Organisation meines Unterrichts anzufreunden, bleibe aber immer extrem früh stecken. Dabei frage ich mich, wie sich meine eigene Wahrnehmung so deutlich von denen der begeisterten Kollegen unterscheiden kann – irgendwas scheine ich da doch dann zu übersehen?

1) So sieht meine bisherige Organisation aus

Seit Jahren organisiere ich alle meine Dateien in Ordnern. Mein Schul-Ordner sieht so aus:

  • Schuljahr 2017: Orga-Kram, spezifische Dokumente für das Schuljahr (z.B. Protokolle der FS für dieses Jahr)
  • Alte Schuljahre
  • Materialsammlung: Mit Unterordnern für alle drei Fächer, darin jeweils halbswegs geordnet gesammelte Artikel, Hefte, Arbeitsblätter, Videos, was auch immer
  • Englisch
    • Klasse 5
      • Unit 1
        • Stunde 1
        • Stunde 2
    • usw.
  • BwR
    • Klasse 7
      • Lehrplanthema 1
        • Stunde 1
        • Stunde 2

In den jeweiligen Stunden-Ordnern befinden sich alle zugehörigen Dateien verschiedener Dateiformate.

Alle Dateien zu einer Stunde

Mit einem Tool synchronisiert sich immer alles auf einen USB-Stick, damit ich in der Stunde einfach den Ordner und die benötigten Dateien öffnen kann. Wenn ich den Stick mal vergesse, liegt eh alles in OneDrive, damit ich in der Schule notfalls darauf Zugriff habe.

Also alles nichts außergewöhnliches und kein in irgendeiner Weise besonderes System, welches jedoch gut und reibungslos funktioniert.

2) Dateisystem vs. App

Meine ganzen Ordner und Dateien lagen eine Zeit lang auf Dropbox, dann auf meiner Synology und mittlerweile auf OneDrive. Das hat immer funktoniert, ich konnte problemlos zwischen dem Mac, Windows und allen möglichen Smartphone- und Tabletvarianten wechseln und ich hatte immer Zugriff auf die Dateien. Wenn ich alles in OneNote ablege, sperre ich alle meine Dateien in dieses System ein und bekomme sie nur manuell mit einem unvorstellbaren Arbeitsauwand wieder raus. Das kann passieren, man weiß ja nie, was sich Microsoft (wobei das Argument bei jeder Datenbank und jedem Unternehmen das gleiche ist) mal überlegt. Aus dem Dateisystem heraus lege ich Dateien wie Hefteinträge, Videos usw. auch ganz unproblematisch in eine Lernplattform wie mebis, ohne sie im Dateisystem aus OneNote heraus zwischenspeichern zu müssen.

Fazit: Mit dem Dateisystem kann ich überall „umziehen“ und alle Plattformen nutzen, bei OneNote bin ich eingesperrt und etwas liminiert, etwa bei unterschiedlichem Funktionsumfang zwischen Windows und der Mac-Variante.

3) Speicherplatz am iPad

Ich habe derzeit ein 32 GB iPad pro, das ich täglich in der Schule dabei habe. Der Schul-Ordner ist derzeit ca. 80 GB groß, wenn ich nur mal die drei Ordner mit fertigen Stunden nehme, 30 GB. Damit wäre das iPad schon überfordert, wenn ich alle OneNote Seiten für den Offline-Gebrauch synchronisieren lasse, denn Apps sind ja auch noch drauf. Nicht synchronisieren lassen ist keine Option, denn in der Schule haben wir auch in den nächsten 2-3 Jahren kein WLAN. Damit kann ich nicht jederzeit auf mein Material in der Unterrichtsstunde zugreifen. Den USB-Stick mit den Dateien in Ordnern tausche ich für 30 € aus, falls er zu klein wird.

Bisher hätte ich die Notizbücher immerhin mit OneNote 2016 als Offline Notizbuch speichern, synchronisieren und am PC in der Schule öffnen können. Diese Variante wird aber nicht mehr aktiv entwickelt und sich jetzt auf eine damit dahinsiechende und sterbende Software einzulassen, wäre Wahnsinn. Was mich wieder zurück zur Windows 10 App von OneNote bringt und der Speicherung in der Cloud – und zum Speicherproblem des iPads. Und nur deshalb ein größeres iPad zu kaufen, wäre völlig übertrieben und keine Option.

4) Man kann abgelegte Dateien nicht bearbeiten

Das ist mein größter Kritikpunkt, der mich tatsächlich ein wenig fassungslos macht. Ich habe mal eine Stunde probeweise in OneNote abgebildet für mich:

Die Unterrichtsstunde als OneNote Seite

Ich kann die auf der abgelegten Dokumente (Word-Dateien und PowerPoint-Datei) zwar aus dem Dokument heraus öffnen und sie drucken (again: kein WLAN die nächsten Jahre, sondern good old Arbeitsblätter), aber wenn ich an ihnen was verändern will, muss ich diese Variante wo anders abspeichern und diese neue Datei dann erst wieder manuell auf die Seite ziehen. Das ist in meinen Augen völliger Wahnsinn. Am PC kann ich mir das im Notfall vielleicht noch vorstellen, am iPad ist das Gefrickel aber erst recht nicht tragbar.

5) An einer Schule mit 1:1 Ausstattung und OneNote Class Notebooks ja, aber ansonsten?!

In folgendem Szenario kann ich mir OneNote super vorstellen: Ich führe für jedes Fach + Jahrgangsstufe ein Notizbuch zur Vorbereitung, in dem das Material und die fertig geplanten Unterrichtsstunden enthalten sind. Aus diesem füttere ich dann jeweils das aktuelle Class Notebook meiner diesjährigen Klasse. Die Klasse hat als Tablet-/Notebook-Klasse eine 1:1 Ausstattung und nutzt Class Notebooks. Die Arbeitsblätter und Materialien sind also nicht mehr auf Papier zu drucken, sondern können von Word aus direkt auf die OneNote-Seite zur Stunde „gedruckt“ und dort digital von den Schülern ausgefüllt werden. Oder die Seite enthält eben nur Informationen zu einem Projekt, einem WebQuest oder was auch immer, was die Lernenden in dieser Stunde bzw. zu diesem Lehrplanthema brauchen.

Übrigens: Das Ganze gilt sowohl für einen lehrerzentrierten Unterricht als auch für verschiedene Unterrichtsmethoden und Konzepten, die zu einem schüleraktivierenden, handlungsorientierten Unterricht führen. Hier geht es nur um die Organisation der Materialien, für mich selbst und ggf. für die Bereitstellung für Lernende.

6) Was übersehe ich also?

Dinge, die die automatische Erkennung von Mathe-Formeln, sind natürlich super praktisch. Insgesamt sind die oben beschriebenen Stolpersteine und Limitierungen für mich persönlich aber solche Hindernisse, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie jemand das Werkzeug für seine Unterrichtsorganisation – abgesehen vom gerade beschriebenen Szenario – produktiv einsetzt. Da aber so viele Kollegen OneNote scheinbar schon lange einsetzen, bleibt für mich nur eine Frage – auf die ich mir wirklich, ganz ehrlich, eine Antwort – am besten auf twitter an @herrmayr – wünsche: Was übersehe ich bei OneNote, was die Sache so großartig macht, oder ist die Ausstattung vor Ort bei den OneNote Begeisterten schon seit Jahren so weit, dass die alles mit Class Notebooks machen können, und nur meine Schule sowie die meisten Schulen, die ich persönlich kenne, sind x Jahre hinten?!

H5P-Inhalte von lernkiste ab jetzt überall einbetten dank HTTPS

Es war längst überfällig und endlich ist es so weit! Lernkiste.org ist ist jetzt mit einem SSL-Zertifikat gesichert. Damit ändert sich für Nutzer auf den ersten Blick nichts, für Lehrkräfte eröffnet sich damit aber eine ganz nette Möglichkeit!

Dank SSL und HTTPS können die H5P-Inhalte, die Lehrkräfte auf lernkiste.org finden, ohne Download und ohne Umwege ganz einfach über den embed-Code überall einbinden! Einfach den embed-Code unter dem interaktiven Lernmaterial kopieren und in mebis, auf der eigenen Website oder in einer anderen Lernumgebung kopieren, fertig!

Damit wird es für Lehrkräfte hoffentlich noch einfacher und bequemer, die verschiedenen Inhalte von lernkiste.org mit der eigenen Klasse in ganz individuellen Rahmen (wie dem eigenen mebis-Kurs) zu nutzen.

Was ist H5P – und wie geht eigentlich mebis?

Auf meinen Fortbildungen zu den Themen rund um den Einsatz digitaler Lernmaterialien im Unterricht stelle ich immer fest, wie begeistert die Kolleginnen und Kollegen von Werkzeugen wie H5P sind, nachdem sie die ersten Gehversuche mit der Software machten und eigene kleine interaktive Inhalte erstellen konnten.

Weil ich aber nicht ständig „on tour“ sein kann, noch viel zu wenig Lehrende von H5P wissen und auch meine Fortbildungsteilnehmer gerne mehr Material für zu Hause hätten, habe ich einen ganz neuen Bereich auf lernkiste.org eingerichtet – dem Bereich Werkzeuge für Lehrkräfte.

In diesem Bereich finden Sie Erklärvideos zu Werkzeugen wie H5P und mebis

Hier gibt es eine hoffentlich stetig wachsende Zahl von Erklärvideos, Handreichungen und Lernmaterialien speziell für Lehrkräfte. So können sich die Besucher zu Hause ganz in Ruhe mit den Werkzeugen beschäftigen, mitklicken und lernen, wie man digitale Lernmaterialien erstellt. Dabei kommen nicht nur Videos von mir, sondern auch von Kollegen wie Sebastian Schmidt und Marc Hennekes zum Einsatz!

Gleichzeitig ist auch ein erstes Video zu H5P entstanden, das die Software mit Beispielen vorstellt und zeigt, was denn H5P so alles kann!

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/4rFyCa23lhQ

H5P Aktivität erkennt gesprochene Antworten

Das – nein DAS – Werkzeug zum Erstellen von digitalen Lern- und Lehrmaterialien ist H5P.

Mit dem Open-Source Werkzeug, das sich wunderbar in WordPress, Drupal oder Moodle (Bayern: Stichwort mebis) integrieren lässt, können Lehrkräfte ganz ohne technische Kenntnisse schüleraktivierende, abwechslungsreiche und multimediale interaktive Übungen oder Erklärmaterialien erstellen. Viele Inhalte auf lernkiste.org sind mit H5P entstanden.

Lernende sprechen Antworten: Perfekt vor allem für Sprachen-Lerner

Heute hat H5P einen neuen „Inhaltstyp“ vorgestellt, also eine neue Art digitaler Übung. Mit dem Inhaltstyp „Speak the Words“ können Lernende auf eine Frage antworten, indem sie ins Mikro ihres Smartphones, Tablets oder Computers sprechen. Als Englisch-Lehrer bin ich total begeistert vom neuen Inhaltstyp. Bei Quizlet hören meine Schüler zwar die Vokabel, mit H5P und lernkiste.org können sie die Aussprache jetzt aber direkt beim Lernen üben und bekommen Feedback, wie gut sie neue Wörter schon aussprechen.

Beispiele: So sieht der Inhaltstyp aus

Hier gleich ein erstes Beispiel für eine Vokabel aus der aktuellen Buch-Lektion:

 

Spricht der Lernende eine Vokabel falsch aus, kann er sich auch anzeigen lassen, wie das von ihm tatsächlich gesprochene Wort eigentlich klingt und was die richtige Lösung (z.B. wenn er die Antwort nur im Detail falsch gibt) wäre.

Beispiel 2 mit Fehler-Rückmeldung

 

So sieht der Dialog aus, wenn das Detail „D.C.“ vergessen wird:

Bei Speak the Words ist H5P nicht auf Englich beschränkt, es lassen sich viele Sprachen wie Französisch, Japanisch, Spanisch oder Arabisch einstellen. Sogar der Regionaltyp von Englisch, Spanisch oder Arabisch kann explizit ausgewählt werden, wenn man das so genau vorgeben möchte.

Ganze Sätze sind möglich

Besonders beeindruckend finde ich außerdem, dass man mit dem Inhaltstyp ganze Sätze üben kann! Im Anfangsunterricht können Lerner zum Beispiel Phrasen oder Junks lernen. Vergisst der Lerner hier das „please“, wird die Antwort nicht als richtig gewertet. Natürlich kann man bei diesem Inhaltstyp auch mehrere Alternativen als richtige Antworten zulassen.

 

Mit Speak the Words kann man sich auch in vielen anderen Situationen oder Aufgabenstellungen ganz kreativ austoben und die Lerner dabei das (Aus-)Sprechen üben lassen.

 

Wie kann ich den Inhaltstyp nutzen?

Wer eine selbst gehostete Version von WordPress, Drupal oder Moodle nutzt, kann den Inhaltstyp im Content Hub in die eigene Installation kopieren. Weil er noch so neu ist, wird er (bei mir zumindest) noch nicht gefunden. Man kann aber das Beispiel dieses Blog-Eintrags herunterladen und als eigene Aktivität hochladen. Dann ist der Content Type automatisch installiert.

Ich hoffe, dass der Inhaltstyp auch bald in mebis, der Lernplattform für alle bayerischen Schulen, aktiviert wird.

Kleine Grenzen

Was noch fehlt, ist die Möglichkeit, mehrere Speak the Words Fragen und damit Vokabeln in einem einzigen Question Set (Fragesammlung) zu kombinieren, um zum Beispiel alle Vokabeln einer Unit oder eines Themas üben lassen zu können. Außerdem funktioniert das Modul im Moment nur mit dem Browser Google Chrome.

 

Tutory – Tolles Werkzeug für Arbeitsblätter, aber nicht ohne Schwächen

„tutory ist ein Online-Editor und Autorentool, das speziell auf die Arbeit mit offenen Lehr- und Lernmaterialien zugeschnitten ist. Lehrende können mit tutory schnell professionelle Materialien erstellen, individualisieren, organisieren und anderen zur Verfügung stellen. Auch die komplexe Handhabung der Lizenzvergabe bei offenen Lehr- und Lernmaterialien wird mit dem Editor vereinfacht.“ (Quelle: Tutory Presse)

Tutory macht als Autorenwerkzeug zum einfachen Erstellen von Arbeitsblättern einen tollen ersten Eindruck. Beim Ausprobieren und Benutzen hatte ich schnell einige „Wow“-Momente, gleichzeitig aber stoße ich an so manchen Stellen auf potentielle große Alltagshürden. Weil mich die Plattform seit ein paar Wochen recht beschäftigt, soll dieser Blog-Eintrag helfen, meine Gedanken zu sortieren und Euch die Plattform gleichzeitig ein wenig vorzustellen.

Die Bedienung

Die Anmeldung geht total schnell und man kann sofort loslegen, eigene Arbeitsblätter zu erstellen. Einen guten Zugang zum Editor bieten die vielen Beispiele und Dokumentvorlagen, die man gleich übernehmen und bearbeiten kann.

Auch wenn man ein leeres Dokument öffnet, weiß man gleich, wie der Editor bedient wird. In der linken Spalte findet man alle „Elemente“, wie Textfelder, Kästen, Aufgabenblöcke oder andere Dinge, die man für sein Arbeitsblatt brauchen könnte. Mit Hilfe eines Rasters kann man die Elemente gut und sauber platzieren, außerdem sieht das Arbeitsblatt durch die Vor-Formatierung von Überschriften, Texten und Tabellen fast automatisch sehr professionell aus. Mit einem Klick kann das Werk als PDF-Datei gespeichert, in eine Lernplattform eingebunden oder ausgedruckt werden.

Verschiedene Inhaltselemente zum Strukturieren des Arbeitsblattes

Tolle Funktionen, passgenau für Arbeitsblätter

Eine absolute Stärke von Tutory, die mich sofort begeistert hat und immer noch echt „vom Hocker haut“, ist die einfache Möglichkeit, Elemente einzufügen, die typisch für die Schule sind: Zuordnungs- und Lückentextaufgaben erhalten automatisch Lücken, die Reihenfolge von Multiple-Choice-Aufgaben kann zufällig generiert werden und auch Merk- und Hinweissätze lassen sich einfach mit einem schönen Symbol und Rahmen versehen. Sogar Quellentexte werden optisch abgehoben und mehrspaltig mit automatischer Zeilennummerierung angezeigt – wow!

Platziert man „Aufgaben“ auf dem Arbeitsblatt, werden diese automatisch durchnummieriert (wobei sich die Nummerierung beim Verschieben von Aufgaben automatisch anpasst) und Maximalpunkte bei Bedarf sogar von alleine addiert.

Besonders gefallen hat mir auch, wie einfach sich Karo-Raster, Linien in verschiedenen Abständen und sogar Musik-Zeilen einfügen und in der Größe ganz beliebig anpassen lassen. Wieso haben andere Texteditoren sowas nicht schon lange?! So schnell und einfach einfügen kann man solche Elemente nirgends!

Karos, Linien und Aufgaben sind schnell eingebaut

Auch Felder für Punkte oder Elternunterschriften sowie QR-Codes lassen sich ganz einfach und ohne technische Kenntnisse einfügen.

Rechtssicher arbeiten leicht gemacht

Eine weitere tolle Tutory-Funktion ist das einfache Finden und Einfügen von lizenzrechtlich einwandfreien Bildern. Die Bildersuche durchsucht gleich mehrere Datenbanken wie Pixabay, Flickr und Andere nach Bildern, welche sich einfach in das eigene Arbeitsblatt ziehen lassen – Quellenangabe inklusive.
So ist man nicht nur beim Erstellen für eigene Zwecke auf der sicheren Seite, sondern kann das Arbeitsblatt auch ohne Bedenken weitergeben.

Ganzes Werk oder Abschnitte als OER freigeben

Mit dem Tutory Editor kann das Arbeitsblatt oder auch einzelne Abschnitte daraus einfach als Open Educational Resources für andere Tutory-Nutzer freigegeben werden. Die entsprechende CC-Lizenz vergibt man mit wenigen Klicks, genauso einfach lassen sich Inhalte anderer Autoren in das eigene Dokument einfügen.

Schneller Support via Twitter

Beim Ausprobieren des eingebauten LaTeX-Editors ist mir aufgefallen, dass der Editor eine Formel nicht ganz so anzeigte wie ich es mir vorstellte. Ich fragte via Twitter bei @tutoryde nach und erhielt prompt eine hilfreiche Antwort. Das Tutory-Team scheint der Kontakt zu den Usern wichtig, Anregungen werden ernst genommen.

Bausteine zu starr, um ganz individuell zu gestalten

Beim Gestalten eines Arbeitsblattes stieß ich bisher trotz der leicht zugänglichen Elemente auch schnell an Grenzen. Ich weiß nicht, wie man die Spaltenbreite oder Zeilenhöhe in Tabellen einzeln anpassen oder einen Text um ein Bild herum fließen lassen kann. Für die Schriftgröße gibt es drei Stufen, die sich auf das ganze Dokument auswirken. Zwischenstufen oder eine genaue Einstellung der Größe sind nicht möglich.
Grundlegende Dokument-Eigenschaften wie Seitenränder, Kopf- und Fußzeilen können Benutzer der Gratis-Version nicht anpassen, hierzu ist ein kostenpflichtiges Abonnement des Dienstes nötig.

Fehlende iPad-Unterstützung

Ein Punkt, der für mich absolut nicht schwer wiegt, aber heutzutage nicht unerwähnt bleiben soll, ist der fehlende Support für das Editieren am iPad. Zwar lässt sich der Editor aufrufen und Texte können geändert werden, aber Elemente können nicht verschoben oder anderweitig vernünftig bearbeitet werden. Hier muss man zurück an den „richtigen“ Computer.

Noch ein Speicherort für meine Dateien??

Für meinen Unterricht brauche ich nicht nur Arbeitsblätter, sondern auch Dateien in Form von Videos, Tondateien, Präsentationen und sonstigem Kram. Während ich die Dateien für jede Unterrichtsstunde oder Thema in einem jeweiligen Ordner ablegen kann, entsteht mit Tutory ein „Nebenschauplatz“ in Form eines zweiten Speicherortes. Lege ich dort eine parallele Ordnerstruktur an, speichere die Direkt-URL als Textdatei im Ordner oder überlege ich mir irgendein Tag-System? So oder so, zusätzliche Arbeit für diesen einen Typ Lernmaterial.

Teuer im Vergleich zu Office 365

Den Tutory-Editor kann man kostenlos nutzen und dabei unendlich viele öffentliche Arbeitsblätter anlegen, zwei Stück kann man privat – also für andere Nutzer nicht sichtbar – speichern. Im jährlichen Abonnement, das ab dem nächsten Schuljahr mit 89,99 € zu Buche schlägt (im Moment gibt es ein Eröffnungsangebot für 59,99 €), kann man unendlich viele Dokumente privat erstellen und kann Seitenränder, Kopf- und Fußzeilen individuell anpassen.

Zum Vergleich: Office 365 für Lehrkräfte kostet umgerechnet 20 € pro Jahr, enthält aber neben Word auch noch PowerPoint, Excel und 1 TB Cloud-Speicherplatz.
Ich verstehe natürlich, dass die Tutory-Mannschaft von etwas leben muss und sie ein tolles Produkt entwickelt, jedoch sind knapp 70 € Unterschied pro Jahr für die Textverarbeitung allein eine stolze Hausnummer.

Mein Fazit

Quelle: CC0 Ramdlon

Tutory ist ein einfacher, zugänglicher und vielversprechender Arbeitsblatt-Editor, der mit einer Menge an wirklich durchdachten und auf die Bedürfnisse einer Lehrkraft abgestimmten Funktionen beeindrucken kann. Der Editor macht Spaß und es können recht mühelos professionell gestaltete Arbeitsblätter erstellt werden.
Die Nachteile, dabei insbesondere der zweite Speicherort und der sehr hohe Preis im Vergleich zu Office 365 (was ich wegen meines Bedarfs an PowerPoint und Excel ja nicht abbestellen kann), überwiegen für mich ganz persönlich.

Meine Arbeitsblätter kommen auch in der nahen Zukunft aus Word – noch und leider. Für Kolleginnen und Kollegen, die aber nicht ganz so geübt sind im Erstellen von Arbeitsblättern oder einfach nach einem Werkzeug suchen, mit dem sie schnell anschauliche Arbeitsblätter zusammenbasteln wollen, ist Tutory sicherlich eine tolle Anlaufstelle. Und immerhin sind Berufseinsteiger ja auch die Zielgruppe, die Tutory wohl im Moment ins Auge fasst:

tutory richtet sich in einem ersten Schritt an Lehrende allgemeinbildender Schulen, insbesondere an Referendare und Berufseinsteiger der Mittel- und Gymnasialstufe in gesellschafts- und naturwissenschaftlichen Fächern.

Auch wenn es für mich im Alltag momentan nicht die Nummer Eins ist, werde ich Tutory aber auf jeden Fall im Auge behalten und bin gespannt, wie sich das Produkt weiterentwickeln wird! Und für alle, die das Tool noch nicht kennen: Unbedingt ausprobieren, kann sich lohnen!

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/vdhYtbEo6jM

Für Lehrkräfte: QR-Codes zu eigenen H5P-Aufgaben auf Lernkiste

Eine wirklich tolle Sache bei den digitalen Übungen von LearningApps.org ist die einfache und schnelle Möglichkeit, die Übungen auf ganz verschiedene Arten irgendwo einzupflegen – also SCORM-Paket, einfach als Link oder als QR-Code auf einem ausgedruckten Arbeitsblatt oder also Grafik in der Präsentation, die von den Lernenden vom Platz aus mit dem Smartphone gescannt werden kann.

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Beispiel für die Einbett-Möglichkeiten von LearningApps.org

So kann ich meine oder auch fremde digitale Übungen ganz bequem „an den Schüler“ bringen. Häufig verwende ich mittlerweile aber anstelle von LearningApps die H5P-Software, mit der man nicht nur interaktive Videos (siehe Blogeintrag hier), sondern auch eine große und wachsende Vielzahl von digitalen Übungen erstellen kann, die auch auf allen Smartphones und Tablets gut dargestellt werden. Diese Übungen erscheinen direkt auf lernkiste.org bei den einzelnen Themen.

Um den Kolleginnen und Kollegen, die diese H5P-Übungen auf lernkiste.org (es gibt immer mehr davon im Englisch– und BwR-Bereich) gerne für den eigenen Unterricht verwenden möchten, die Arbeit etwas leichter zu machen, gibt es unter allen Lernkiste-Übungen ab jetzt auch gleich den passenden QR-Code zum Kopieren. Diese Grafik kann sofort kopiert und im eigenen Arbeitsblatt oder einer Präsentation eingefügt werden!

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Beispiel eines QR-Codes unter einer H5P-Übung

Interaktive Videos mit H5P – Schüler werden bei der Erarbeitung aktiv

Videos sind ein tolles Medium, werden aber leider nur passiv konsumiert – bisher! Mit interaktiven Videos und dem H5P-Plugin werden Videos „lebendig“.

Pro und Contra Video: Sinnvolles Medium oder passive Schüler?

Ein beliebter Weg für die auf den Unterricht vorbereitende Wissensvermittlung im Flipped Classroom ist der Einsatz von Erklärvideos. Videos eignen sich aber auch im „klassischen“ Unterricht für viele Dinge: als Material in einem Lernzirkel am Tablet, zur Nachbereitung oder Zusammenfassung (die Explainity-Videos etwa fassen die in WiR behandelten Themen häufig hervorragend zusammen). In eigenen Videos erkläre ich Dinge (hoffentlich) prägnant, anschaulich und auf den Punkt gebracht.

Was mich aber bisher störte: mehr als Pause und Play müssen Lernende nie drücken. Videos werden brav angeschaut und die Hefteinträge erstellt, aber wie viel aktive Denkleistung die Schüler beim Anschauen wirklich investieren (Vorwissen aktivieren, Querverweise zu anderen Themen herstellen, Zusammenhänge erkennen), bleibt mir als Lehrkraft bei diesem Medium leider verborgen.

Mit interaktiven Videos sollen Schüler aktiv werden

Ein Open-Source Projekt, H5P.org, das im Moment als WordPress- und drupal-Plugin funktioniert und bald auch in Moodle funktionieren soll, ermöglicht es, selbst gehostetete oder auf YouTube verfügbare Videos mit einer einfachen Benutzeroberfläche mit ganz verschiedenen Frage-Typen anzureichern.

h5p_video_1

Im Editor spielt das Video ab. An einer gewünschten Stelle klickt man auf Pause und wählt aus, welche Frage man an hier einfügen soll. Es gibt viele Fragetypen, wie Lückentext, Multiple-Choice oder Zuordnungsaufgaben. An den Stellen mit Fragen wird das Video pausiert und die Schüler sollen die Frage beantworten, bevor das Video weitergeht.

Die Fragen machen das Video zu einem schüleraktivierenden Medium, das an geeigneten Stellen Vorwissen aktivieren kann, Verständnis der neuen Inhalte prüft oder mit den passenden Aufgaben zum Transfer des Wissens anregt. Die Schüler sehen nicht erst in der nächsten Unterrichtunde, sondern gleich beim Anschauen des Videos, ob sin den neuen Stoff auch wirklich verstanden haben oder einen Abschnitt besser doch nochmal anschauen sollten.

h5p_video_2

Im ersten interaktiven Video habe ich drei Frage-Typen eingebaut, die das Ganze veranschaulichen sollen.

Alles super? (Noch) nicht ganz!

Der Editor verlangt von der Lehrkraft keine Programmier-Kenntnisse. Alles funktioniert über Buttons und Textfeldern, wie man es etwa von LearningApps.org schon kennt. Super einfach, super schnell gemacht. Die erstellten Inhalte (Videos, quizzes, usw.) lassen sich auf jeder Seite einbinden und funktionieren auf dem Handy, Tablet oder Computer. Genial!

Leider gibt’s noch ein paar „Probleme“ mit dem H5P-Plugin. Das Plugin selbst funktioniert gut, aber in der Übersicht eigener Inhalte kann man nur durch Tags, nicht aber durch Ordner oder Unterordner strukturieren. am Anfang OK, auf Dauer aber unübersichtlich.

Wesentlich gravierender aber ist die Tatsache, dass man H5P im Moment nur auf der eigenen Website verwenden kann. Für mich mit lernkiste.org kein Problem, aber wie viele Lehrkräfte haben selbst gehostete Websites, wo sie solche Inhalte online stellen können? Auf H5P.org kann man Inhalte zwar erstellen, die Seite ist aber kein Verzeichnis von vorhandenen Übungen wie LearningApps.org.

Ein großer Schritt, der dieses Problem behandeln wird, ist die demnächst kommende Moodle-Integration. Wann und wie die kommt, steht aber noch in den Sternen. Noch fraglicher ist dabei auch, wann die Mebis-Integration (Das zentrale Moodle-System für bayerische Schulen) von H5P kommt. Das wäre ein sehr wichtiger Schritt, um H5P „massentauglich“ zu machen.

Tolles Tool mit so viel Potential

Auch wenn der aktuelle Entwicklungsstand von H5P noch einige Wünsche offen lässt hinsichtlich Organisation und Integration, kann das Tool schon jetzt total viel. Interaktive Videos sind ein toller, wichtiger und sinnvoller Baustein für einen Video-gestützten Flipped Classroom bzw. Video-Einsatz im Unterricht und die Quizze sind vielseitig, regen an und sind total schnell erstellt.

Ein super Tool für digitales Lernen mit ganz viel Potential!

Demnächst folgt ein Beitrag zu den verschiedenen Quizzes, die man mit H5P erstellen kann.

Nicht schnell, sondern reflektiert und im Team: Quizlet Live als Alternative zu Kahoot

Kahoot liegt im Trend! Nicht nur liest man auf Twitter von Kollegen und deren Klassen, die voll im Kahoot-Fieber sind und die tolle Plattform nutzen, um Inhalte spielerisch und auf sehr motivierende Weise zu wiederholen, auch als Lehrkraft darf man auf Fortbildungen immer öfter in die Schüler-Rolle schlüpfen, wo Kahoots als Eisbrecher, zum Einstieg oder Veranschaulichen eines präsentierten Sachverhalts eingesetzt werden. Ich selbst habe Kahoot im Februar im Lernkiste.org Blog vorgestellt.

Eine andere Plattform, die ich seit Jahren sehr gerne nutze, ist Quizlet.com. Dort habe ich mit der tatkräftigen Hilfe von fleißigen Kollegen für alle Englisch-Klassen die Vokabeln unseres Schulbuchs eingepflegt. Auf Quizlet können die Schüler Vokabeln nicht nur recht „klassisch“ über Flashcards lernen, sondern das Vokabel-Lernen über verschiedene Lern-Modi (eintippen, Matching, Multiplayer-Spiele, usw.) abwechslungsreicher und ein wenig spannender machen.

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Quizlet Live: Das etwas andere Kahoot

Als ganz neues Feature hat Quizlet jetzt „Quizlet Live“ eingeführt, das an das Prinzip von Kahoot anschließt, aber an entscheidenden Stellen eigene Wege geht:

Die Lehrkraft eröffnet das Spiel am eigenen Rechner & Beamer, die Klasse kommt wie gewohnt über einen Game PIN in’s Spiel. Doch ab hier läuft es anders: Die Schüler spielen nicht alleine, sondern in von Quizlet automatisch zugewiesenen Teams. Das spart Zeit und Diskussionen, wer in welcher Gruppe ist – super!

Anschließend sehen die Schüler auf ihren Geräten Fragen (z.B. Vokabeln) und nur ein Team-Mitglied hat die richtige Lösung. Die Schüler müssen also erkennen, ob sie selbst die Lösung haben oder jemand anders im Team aktiv werden muss. Besonders knifflig: Jeder kann zu jeder Zeit auf eine Antwort klicken! Manchmal klicken also Schüler auf eine Lösung, die allein schon deshalb falsch sein muss, weil bei ihnen gar keine richtige Lösung angezeigt wird. Das zwingt zur Zusammenarbeit und zum Austausch über die möglicherweise richtige Lösung!

Bei diesem Spiel-Modus geht es außerdem nicht (primär) um Schnelligkeit: Zwar ist das Spiel grafisch wie ein Pferderennen aufgebaut, also gewinnt das schnellste Team, aber bei einer falschen Antwort geht’s automatisch zurück zum Start: So wurde meine Klassen, bei denen ich Quizlet Live schon probiert habe, wirklich gezwungen, nicht nur wild auf Buttons zu drücken, sondern über die richtige Antwort zu diskutieren und mehr nachzudenken!

Am Ende des Spiels gibt’s dann auch noch eine Zusammenfassung der Fragen, bei denen sich viele Schüler schwer taten. Das ist nochmal eine tolle Gelegenheit, auf diese Vokabeln oder Fragen einzugehen oder als Gesprächsanlass für die nächste Übungsphase zu nehmen. Wirklich praktisch!

Ähnliche Modi für verschiedene Zwecke

Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass der Klasse Kahoot wegen der Musik, der Aufmachung und des Fokus auf Geschwindigkeit etwas mehr Spaß gemacht hat als Quizlet Live. Allerdings mussten sie bei Quizlet Live deutlich konzentrierter und reflektierter spielen, was dem Lernprozess wohl insgesamt förderlicher war als eine Runde Kahoot. Letztendlich kann man aber variieren: Geht’s um eine „Wiederholung light“, wo auch mal der Spaß im Vordergrund stehen darf, ist Kahoot super, für etwas tiefergreifende Übungen greift man zu Quizlet Live.

Übrigens: Meine Quizlet-Sets für Englisch sind öffentlich. Sie können sie im Menü „Englisch“ bei den jeweiligen Jahrgangsstufen finden und selbst für Ihre Klassen verwenden.

Mehr Infos zu Quizlet Live gibt’s hier auf deren Website!

Im Klassenzimmer: Spielend und digital Inhalte wiederholen mit Kahoot

Schon seit zwei Schuljahren nutze ich Quizlet und lasse meine Klassen dort mit Hilfe von digitalen Karteikarten hauptsächlich Englisch-Vokabeln lernen. Natürlich gibt’s alle Vokabel-Sets über lernkiste.org auch für andere Schüler.

Während Quizlet hauptsächlich für das alleine Lernen und Wiederholen gedacht ist, geht Kahoot! einen ganz anderen Weg: hier steht das gemeinsame und spielerische Lernen und Üben im Vordergrund, und über den Wettkampf-Charakter (oder modern gesamt: durch Gamification) macht Üben plötzlich Spaß und motiviert.

Ich habe Kahoot! für Englisch und BwR jetzt mal ausprobiert:

Kahoot im Fach BwR

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Auf das Bild klicken, um zum Spiel zu gelangen

Im Moment geht’s in BwR 8 II um Kalkulationshilfen. Die Erstellung eines Spiels ist total einfach: Nach der schnellen Registrierung kann man sofort loslegen, füllt ein paar Textfelder aus, legt richtige Antwortmöglichkeiten fest und hat mit ein paar Klicks sein Kahoot! erstellt.

Für BwR eignet sich das Multiple Choice Prinzip recht gut. Bei Theorie-Themen geht das ja immer, aber auch bei Buchungssätzen klappt’s. Wenn man hier typische Schüler-Fehler weiß (2400 FO und 4400 VE verwechseln, Einkauf/Verkauf, Soll/Haben, usw.), kann man die Antwort-Alternativen entsprechend formulieren und kommt so zu einem schönen Ergebnis. Natürlich ist es etwas anderes, wenn Schüler den Buchungssatz selbst formulieren, aber für ein auflockerndes Übungs-Spiel zwischendurch reicht das alle mal.

Kahoot im Fach Englisch

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Auf das Bild klicken, um zum Spiel zu gelangen

Für Englisch kann man Kahoot natürlich auch gut nutzen, aber hier schränkt die fehlende Freitext-Eingabe die Gestaltungsmöglichkeiten leider sehr ein. Bei Grammatik-Themen klappt die Multiple Choice-Lösung ganz gut, weil man hier schön mit der Schwierigkeit spielen kann und mit ausreichend Distraktoren ein angemessenes Anspruchsniveau aufbauen kann.

Bei Vokabeln wird’s schon schwieriger: Manche Themenbereiche oder Arten von Vokabeln kann ich durch die Art des Quizzes sicherlich gut prüfen, aber wenn die Lernenden die Vokabeln abschnittsweise lernen und auch nur rudimentär beherrschen, finden sie die richtigen Vokabeln unter der Auswahl recht schnell, obwohl sie das Wort ansonsten nicht gewusst hätten geschweige denn aktiv nutzen könnten.

Kahoots anderer Lehrer nutzen

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Überaus praktisch ist bei Kahoot genau wie bei LearningApps oder anderen Plattformen die Möglichkeit, öffentlich gestellte Kahoots anderer User zu nutzen und so das Rad bei vielen Themen nicht neu erfinden zu müssen. Das spart Zeit, gibt am Anfang einen guten Eindruck, wie man die Plattform nutzen kann und senkt vielleicht auch für technikscheuere Kollegen die Hemmschwelle, digitale Medien bzw. hier Kahoot im Speziellen im eigenen Unterricht einzusetzen.