H5P Aktivität erkennt gesprochene Antworten

Das – nein DAS – Werkzeug zum Erstellen von digitalen Lern- und Lehrmaterialien ist H5P.

Mit dem Open-Source Werkzeug, das sich wunderbar in WordPress, Drupal oder Moodle (Bayern: Stichwort mebis) integrieren lässt, können Lehrkräfte ganz ohne technische Kenntnisse schüleraktivierende, abwechslungsreiche und multimediale interaktive Übungen oder Erklärmaterialien erstellen. Viele Inhalte auf lernkiste.org sind mit H5P entstanden.

Lernende sprechen Antworten: Perfekt vor allem für Sprachen-Lerner

Heute hat H5P einen neuen “Inhaltstyp” vorgestellt, also eine neue Art digitaler Übung. Mit dem Inhaltstyp “Speak the Words” können Lernende auf eine Frage antworten, indem sie ins Mikro ihres Smartphones, Tablets oder Computers sprechen. Als Englisch-Lehrer bin ich total begeistert vom neuen Inhaltstyp. Bei Quizlet hören meine Schüler zwar die Vokabel, mit H5P und lernkiste.org können sie die Aussprache jetzt aber direkt beim Lernen üben und bekommen Feedback, wie gut sie neue Wörter schon aussprechen.

Beispiele: So sieht der Inhaltstyp aus

Hier gleich ein erstes Beispiel für eine Vokabel aus der aktuellen Buch-Lektion:

 

Spricht der Lernende eine Vokabel falsch aus, kann er sich auch anzeigen lassen, wie das von ihm tatsächlich gesprochene Wort eigentlich klingt und was die richtige Lösung (z.B. wenn er die Antwort nur im Detail falsch gibt) wäre.

Beispiel 2 mit Fehler-Rückmeldung

 

So sieht der Dialog aus, wenn das Detail “D.C.” vergessen wird:

Bei Speak the Words ist H5P nicht auf Englich beschränkt, es lassen sich viele Sprachen wie Französisch, Japanisch, Spanisch oder Arabisch einstellen. Sogar der Regionaltyp von Englisch, Spanisch oder Arabisch kann explizit ausgewählt werden, wenn man das so genau vorgeben möchte.

Ganze Sätze sind möglich

Besonders beeindruckend finde ich außerdem, dass man mit dem Inhaltstyp ganze Sätze üben kann! Im Anfangsunterricht können Lerner zum Beispiel Phrasen oder Junks lernen. Vergisst der Lerner hier das “please”, wird die Antwort nicht als richtig gewertet. Natürlich kann man bei diesem Inhaltstyp auch mehrere Alternativen als richtige Antworten zulassen.

 

Mit Speak the Words kann man sich auch in vielen anderen Situationen oder Aufgabenstellungen ganz kreativ austoben und die Lerner dabei das (Aus-)Sprechen üben lassen.

 

Wie kann ich den Inhaltstyp nutzen?

Wer eine selbst gehostete Version von WordPress, Drupal oder Moodle nutzt, kann den Inhaltstyp im Content Hub in die eigene Installation kopieren. Weil er noch so neu ist, wird er (bei mir zumindest) noch nicht gefunden. Man kann aber das Beispiel dieses Blog-Eintrags herunterladen und als eigene Aktivität hochladen. Dann ist der Content Type automatisch installiert.

Ich hoffe, dass der Inhaltstyp auch bald in mebis, der Lernplattform für alle bayerischen Schulen, aktiviert wird.

Kleine Grenzen

Was noch fehlt, ist die Möglichkeit, mehrere Speak the Words Fragen und damit Vokabeln in einem einzigen Question Set (Fragesammlung) zu kombinieren, um zum Beispiel alle Vokabeln einer Unit oder eines Themas üben lassen zu können. Außerdem funktioniert das Modul im Moment nur mit dem Browser Google Chrome.

 

Lehrer-Materialien direkt auf den Lernseiten

Auf lernkiste.org gibt es neben den vielen Lernmaterialien für Schüler auch Material für Lehrkräfte.

Lehrmaterialien wie Mebis-Kurse, Quizze oder Arbeitsblätter können von Lehrkräften kostenlos im eigenen Unterricht eingesetzt werden. Bisher war dieses Material in einem eigenen Lehrer-Bereich nach Fächern sortiert. Das war mir aber nicht übersichtlich genug!

Ab jetzt werden diese Materialien direkt auf den jeweiligen Lern- und Themenseiten verlinkt.

So sehen Lehrkräfte sofort, welche zusätzlichen Materialien für sie bereit stehen. Natürlich können auch alle anderen Materialien wie gewohnt im Unterricht eingesetzt werden.

 

Flippen mit Impulsvideo und interaktiven Lernmaterialien

Ich bin immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, meinen Flipped Classroom weiterzuentwickeln. Dabei probiere ich Wege, über das Erklärvideo hinauszugehen und nicht nur die Präsenzphase, sondern auch die Erarbeitung von Inhalten zu Hause möglichst schülerzentriert, aktivierend und lernfreundlich zu gestalten.

Impulsvideo statt Erklärvideo

Anstatt das komplette Thema zu erklären, verwende ich bei dieser Methode nur ein kurzes Impulsvideo, das am Anfang des Lernmaterials steht und den Schülern Orientierung gibt. Es soll helfen, das Thema einzuordnen und die Schüler “auf den Weg zu schicken”.

Erarbeitung mit interaktiver Präsentation

Anschließend erarbeiten die Schüler selbstständig anhand von interaktiven Materialien, wie das Thema funktioniert und was sie müssen wissen. Mit Hilfe einer “interaktiven Präsentation” von H5P werden Konzepte oder Rechenwege erklärt, Fragen prüfen anschließend sofort das Verständnis und geben Lernenden Feedback darüber, ob Sie das Ganze gerade verstanden haben.

So erarbeiten sich die Lernenden das Thema Schritt für Schritt selbst, sind bei der Erarbeitung aktiv und können das Gelernte (hoffentlich) gleich umsetzen.

So sieht’s aus: Erster Versuch der interaktiven Präsentation

Und so sieht das Ganze am Thema “Langfristige Preisuntergrenze” (BwR 10 II) aus.

Bessere Orientierung: Inhalte klar kennzeichnen

Damit die Schülerinnen und Schüler mit lernkiste.org gut lernen können, enthält jede Seite im BwR-Bereich eine Kombination aus diesen vier Bausteinen:

Das Thema wird mit Text, einer Grafik oder einem Schema ganz knapp erklärt. In einem Erklärvideo wird das Thema Schritt für Schritt gezeigt. Digitale Übungen geben sofort Feedback. Die Schüler wissen, was sie können und ob das die Erklärung nochmal anschauen sollten.- Mit “klassischen” Übungen im PDF-Arbeitsblatt können die Schüler üben und sich mit der Lösung selbst überprüfen.

 

Nach und nach möchte ich alle BwR-Seiten so umbauen, dass die Elemente anhand der Icons sofort erkennbar sind und die Seiten auf diese Weise viel übersichtlicher und für die Besucher besser zugänglich werden.

Ein par Seiten sind schon fertig, so sehen sie zum Beispiel aus:

Erarbeitung mit digitaler Übung statt Video im Flipped Classroom

In diesem Blog und auf meiner Fortbildung zum Thema Flipped Classroom habe ich verschiedene Möglichkeiten beschrieben, wie man seinen Unterricht umdrehen (“flippen”) kann: Mit Erklär- oder Impulsvideos, einem analogen Arbeitsblatt oder vorbereitenden Stamm-Experten-Gruppen.

Heute möchte ich Euch kurz einen weiteren – digitalen – Weg beschreiben, der sich ganz prima zum Flippen eignet, wenn die Klasse etwa schon Vorwissen zum Thema mitbringt, das Thema kompakt in einer Grafik dargestellt werden kann oder Zusammenhänge schön visualisiert dargestellt werden können.

Den Stoff mit einer digitalen Übung (H5P oder LearningApp) präsentieren

Im Beispiel, das ich Euch zeige, bringen die Lernenden schon Vorwissen mit, denn sie wissen, wie ein “einfacher” Buchungssatz aufgebaut ist. Der “zusammengesetzte” Buchungssatz baut darauf auf und ergänzt das Ganze um eine kleine Komponente. Im klassischen Unterricht mit Herleitung und Tafelbild geht für diese recht triviale Sache viel Zeit drauf – Zeit, die viel besser zum Üben und Vertiefen verwendet werden könnte!

In einer H5P-Übung (die es hier gibt) müssen die Lernenden die richtigen Begriffe in einem Schaubild einsetzen und erarbeiten so das neue Thema selbstständig. Sie erhalten auch gleich ein Feedback, ob sie das Schaubild richtig vervollständigt haben und können sich bei Bedarf verbessern und nochmal damit beschäftigen.

Die Erarbeitung erfolgt über das Vervollständigen eines Schaubildes

 

Hefteintrag wird freigeschaltet, sobald die Erarbeitung richtig abgeschlossen ist

Mit den praktischen Regeln, in denen man in Lernplattformen wie mebis steuern kann, wann Lernende welche Inhalte sehen können, kann eingestellt werden, dass der Hefteintrag sichtbar wird, sobald das Erarbeitungsschaubild richtig gelöst wird. So wird sicher gestellt, dass sich die Schüler wirklich mit dem Thema auseinander setzen und nicht bloß den Eintrag gedankenverloren ins Heft abmalen.

Vor der eigentlichen Unterrichtsstunde haben sich die Schüler das Thema erarbeitet und den Hefteintrag erstellt, das Üben und Anwenden kann sofort losgehen!

Der mebis-Kurs mit den Selbstlernmaterialien

Neuer Mebis-Kurs: BwR – Der einfache Buchungssatz

Ich habe einen neuen Mebis-Kurs über TeachShare veröffentlicht!

Thema: Einführung des Buchungssatzes

Nachdem die Lernenden Buchungsanweisungen beherrschen, lernen die Schüler in diesem Kurs mit einer digitalen Übung den Aufbau eines Buchungssatzes kennen.

Mit Hilfe einer digitalen Einsetz-Übung wird das Wissen überprüft und gesichert wird. Anschließend können die Schüler mit 20 Buchungssätzen üben, die dann mit der Lehrkraft besprochen werden können.

Der Hefteintrag wird freigeschaltet, nachdem die erste digitale Übung zur Erarbeitung richtig bearbeitet wurde. Er kann etwa zu Hause abgeschrieben werden.

Vorschau des Kurses

Neuer Mebis-Kurs: BwR 10 – Vollkostenrechnung

Das Thema “Vollkostenrechnung”, das man in der 10. Klasse in BwR behandelt, ist ganz schön anspruchsvoll. Die Schüler lernen viele neue Begriffe, müssen diese anwenden und auseinanderhalten können und verschiedene Berechnungen durchführen.

Die Erarbeitung mit Hilfe von Erklärvideos und digitalen Übungen soll helfen, dass der Stoff möglichst gut gelernt und geübt werden kann. Für die Teilbereiche Kostenarten, Kostenstellen und Betriebsabrechnungsbogen BAB habe ich einen Mebis-Kurs erstellt und über TeachShare veröffentlicht, mit dem die Schüler die Themen erarbeiten, wiederholen und üben können.

Einsatz im klassischen Unterricht oder im Flipped Classroom

Der Kurs kann vielseitig eingesetzt werden. In einer Tabletklasse oder bei Zugang zum IT-Raum können die Videos anstelle des Buches zur Erarbeitung genutzt werden, die gemeinsame Sicherung oder direkte Anwendung folgt danach.

Der Kurs eignet sich aber auch prima, um den Unterricht zu “flippen”: Die einzelnen Videos werden als vorbereitende Hausaufgabe bearbeitet, wodurch die gemeinsame Unterrichtszeit sofort zum Üben und Vertiefen verwendet werden kann.

Download und Freigabe über mebis TeachShare

Der Kurs kann über TeachShare gesucht und für eigene Zwecke übernommen oder als Open Educational Resource hier heruntergeladen werden:

So sieht der Kurs aus:

Tutory – Tolles Werkzeug für Arbeitsblätter, aber nicht ohne Schwächen

“tutory ist ein Online-Editor und Autorentool, das speziell auf die Arbeit mit offenen Lehr- und Lernmaterialien zugeschnitten ist. Lehrende können mit tutory schnell professionelle Materialien erstellen, individualisieren, organisieren und anderen zur Verfügung stellen. Auch die komplexe Handhabung der Lizenzvergabe bei offenen Lehr- und Lernmaterialien wird mit dem Editor vereinfacht.” (Quelle: Tutory Presse)

Tutory macht als Autorenwerkzeug zum einfachen Erstellen von Arbeitsblättern einen tollen ersten Eindruck. Beim Ausprobieren und Benutzen hatte ich schnell einige “Wow”-Momente, gleichzeitig aber stoße ich an so manchen Stellen auf potentielle große Alltagshürden. Weil mich die Plattform seit ein paar Wochen recht beschäftigt, soll dieser Blog-Eintrag helfen, meine Gedanken zu sortieren und Euch die Plattform gleichzeitig ein wenig vorzustellen.

Die Bedienung

Die Anmeldung geht total schnell und man kann sofort loslegen, eigene Arbeitsblätter zu erstellen. Einen guten Zugang zum Editor bieten die vielen Beispiele und Dokumentvorlagen, die man gleich übernehmen und bearbeiten kann.

Auch wenn man ein leeres Dokument öffnet, weiß man gleich, wie der Editor bedient wird. In der linken Spalte findet man alle “Elemente”, wie Textfelder, Kästen, Aufgabenblöcke oder andere Dinge, die man für sein Arbeitsblatt brauchen könnte. Mit Hilfe eines Rasters kann man die Elemente gut und sauber platzieren, außerdem sieht das Arbeitsblatt durch die Vor-Formatierung von Überschriften, Texten und Tabellen fast automatisch sehr professionell aus. Mit einem Klick kann das Werk als PDF-Datei gespeichert, in eine Lernplattform eingebunden oder ausgedruckt werden.

Verschiedene Inhaltselemente zum Strukturieren des Arbeitsblattes

Tolle Funktionen, passgenau für Arbeitsblätter

Eine absolute Stärke von Tutory, die mich sofort begeistert hat und immer noch echt “vom Hocker haut”, ist die einfache Möglichkeit, Elemente einzufügen, die typisch für die Schule sind: Zuordnungs- und Lückentextaufgaben erhalten automatisch Lücken, die Reihenfolge von Multiple-Choice-Aufgaben kann zufällig generiert werden und auch Merk- und Hinweissätze lassen sich einfach mit einem schönen Symbol und Rahmen versehen. Sogar Quellentexte werden optisch abgehoben und mehrspaltig mit automatischer Zeilennummerierung angezeigt – wow!

Platziert man “Aufgaben” auf dem Arbeitsblatt, werden diese automatisch durchnummieriert (wobei sich die Nummerierung beim Verschieben von Aufgaben automatisch anpasst) und Maximalpunkte bei Bedarf sogar von alleine addiert.

Besonders gefallen hat mir auch, wie einfach sich Karo-Raster, Linien in verschiedenen Abständen und sogar Musik-Zeilen einfügen und in der Größe ganz beliebig anpassen lassen. Wieso haben andere Texteditoren sowas nicht schon lange?! So schnell und einfach einfügen kann man solche Elemente nirgends!

Karos, Linien und Aufgaben sind schnell eingebaut

Auch Felder für Punkte oder Elternunterschriften sowie QR-Codes lassen sich ganz einfach und ohne technische Kenntnisse einfügen.

Rechtssicher arbeiten leicht gemacht

Eine weitere tolle Tutory-Funktion ist das einfache Finden und Einfügen von lizenzrechtlich einwandfreien Bildern. Die Bildersuche durchsucht gleich mehrere Datenbanken wie Pixabay, Flickr und Andere nach Bildern, welche sich einfach in das eigene Arbeitsblatt ziehen lassen – Quellenangabe inklusive.
So ist man nicht nur beim Erstellen für eigene Zwecke auf der sicheren Seite, sondern kann das Arbeitsblatt auch ohne Bedenken weitergeben.

Ganzes Werk oder Abschnitte als OER freigeben

Mit dem Tutory Editor kann das Arbeitsblatt oder auch einzelne Abschnitte daraus einfach als Open Educational Resources für andere Tutory-Nutzer freigegeben werden. Die entsprechende CC-Lizenz vergibt man mit wenigen Klicks, genauso einfach lassen sich Inhalte anderer Autoren in das eigene Dokument einfügen.

Schneller Support via Twitter

Beim Ausprobieren des eingebauten LaTeX-Editors ist mir aufgefallen, dass der Editor eine Formel nicht ganz so anzeigte wie ich es mir vorstellte. Ich fragte via Twitter bei @tutoryde nach und erhielt prompt eine hilfreiche Antwort. Das Tutory-Team scheint der Kontakt zu den Usern wichtig, Anregungen werden ernst genommen.

Bausteine zu starr, um ganz individuell zu gestalten

Beim Gestalten eines Arbeitsblattes stieß ich bisher trotz der leicht zugänglichen Elemente auch schnell an Grenzen. Ich weiß nicht, wie man die Spaltenbreite oder Zeilenhöhe in Tabellen einzeln anpassen oder einen Text um ein Bild herum fließen lassen kann. Für die Schriftgröße gibt es drei Stufen, die sich auf das ganze Dokument auswirken. Zwischenstufen oder eine genaue Einstellung der Größe sind nicht möglich.
Grundlegende Dokument-Eigenschaften wie Seitenränder, Kopf- und Fußzeilen können Benutzer der Gratis-Version nicht anpassen, hierzu ist ein kostenpflichtiges Abonnement des Dienstes nötig.

Fehlende iPad-Unterstützung

Ein Punkt, der für mich absolut nicht schwer wiegt, aber heutzutage nicht unerwähnt bleiben soll, ist der fehlende Support für das Editieren am iPad. Zwar lässt sich der Editor aufrufen und Texte können geändert werden, aber Elemente können nicht verschoben oder anderweitig vernünftig bearbeitet werden. Hier muss man zurück an den “richtigen” Computer.

Noch ein Speicherort für meine Dateien??

Für meinen Unterricht brauche ich nicht nur Arbeitsblätter, sondern auch Dateien in Form von Videos, Tondateien, Präsentationen und sonstigem Kram. Während ich die Dateien für jede Unterrichtsstunde oder Thema in einem jeweiligen Ordner ablegen kann, entsteht mit Tutory ein “Nebenschauplatz” in Form eines zweiten Speicherortes. Lege ich dort eine parallele Ordnerstruktur an, speichere die Direkt-URL als Textdatei im Ordner oder überlege ich mir irgendein Tag-System? So oder so, zusätzliche Arbeit für diesen einen Typ Lernmaterial.

Teuer im Vergleich zu Office 365

Den Tutory-Editor kann man kostenlos nutzen und dabei unendlich viele öffentliche Arbeitsblätter anlegen, zwei Stück kann man privat – also für andere Nutzer nicht sichtbar – speichern. Im jährlichen Abonnement, das ab dem nächsten Schuljahr mit 89,99 € zu Buche schlägt (im Moment gibt es ein Eröffnungsangebot für 59,99 €), kann man unendlich viele Dokumente privat erstellen und kann Seitenränder, Kopf- und Fußzeilen individuell anpassen.

Zum Vergleich: Office 365 für Lehrkräfte kostet umgerechnet 20 € pro Jahr, enthält aber neben Word auch noch PowerPoint, Excel und 1 TB Cloud-Speicherplatz.
Ich verstehe natürlich, dass die Tutory-Mannschaft von etwas leben muss und sie ein tolles Produkt entwickelt, jedoch sind knapp 70 € Unterschied pro Jahr für die Textverarbeitung allein eine stolze Hausnummer.

Mein Fazit

Quelle: CC0 Ramdlon

Tutory ist ein einfacher, zugänglicher und vielversprechender Arbeitsblatt-Editor, der mit einer Menge an wirklich durchdachten und auf die Bedürfnisse einer Lehrkraft abgestimmten Funktionen beeindrucken kann. Der Editor macht Spaß und es können recht mühelos professionell gestaltete Arbeitsblätter erstellt werden.
Die Nachteile, dabei insbesondere der zweite Speicherort und der sehr hohe Preis im Vergleich zu Office 365 (was ich wegen meines Bedarfs an PowerPoint und Excel ja nicht abbestellen kann), überwiegen für mich ganz persönlich.

Meine Arbeitsblätter kommen auch in der nahen Zukunft aus Word – noch und leider. Für Kolleginnen und Kollegen, die aber nicht ganz so geübt sind im Erstellen von Arbeitsblättern oder einfach nach einem Werkzeug suchen, mit dem sie schnell anschauliche Arbeitsblätter zusammenbasteln wollen, ist Tutory sicherlich eine tolle Anlaufstelle. Und immerhin sind Berufseinsteiger ja auch die Zielgruppe, die Tutory wohl im Moment ins Auge fasst:

tutory richtet sich in einem ersten Schritt an Lehrende allgemeinbildender Schulen, insbesondere an Referendare und Berufseinsteiger der Mittel- und Gymnasialstufe in gesellschafts- und naturwissenschaftlichen Fächern.

Auch wenn es für mich im Alltag momentan nicht die Nummer Eins ist, werde ich Tutory aber auf jeden Fall im Auge behalten und bin gespannt, wie sich das Produkt weiterentwickeln wird! Und für alle, die das Tool noch nicht kennen: Unbedingt ausprobieren, kann sich lohnen!

Neuer Mebis-Kurs: BwR 7 – Vom Inventar zur Bilanz

In den Klassen 8 – 10 unterrichte ich ja schon länger nach dem Flipped Classroom Konzept und jetzt habe ich zum ersten mal auch schon in der 7. Klasse den Unterricht umgedreht. Anhand eines Erklärvideos und einer interaktiven Übung erarbeitete die Klasse das Thema “Vom Inventar zur Bilanz” selbstständig und kam top vorbereitet in den Unterricht, sodass das gemeinsame Üben und Lernen sofort beginnen konnte.

Den Mebis-Kurs, mit dem das Thema erarbeitet wurde, habe ich über die TeachShare-Funktion in mebis für alle Lehrkräfte veröffentlicht. Zusätzlich kann er als Open Educational Resource wie gewohnt auch über lernkiste.org hier heruntergeladen werden!

Der Kurs muss nicht geflipped eingesetzt werden, man kann mit ihm genauso das Thema gemeinsam im IT-Raum oder in einer iPad-Klasse einsetzen.

So sieht der Kurs aus:

Neuer Mebis-Kurs: Die Aktiengesellschaft

Für Englisch gibt es schon seit ein paar Wochen den ersten TeachShare-Kurs zum Passiv, jetzt habe ich den ersten BwR-Kurs in Mebis veröffentlicht.

Die Aktiengesellschaft

Anhand des Mebis-Kurses, der hier geöffnet und über die TeachShare Funktion in Mebis gefunden und für den eigenen Unterricht übernommen werden kann, lernen die Schülerinnen und Schüler anhand von zwei Erklärvideos und dem AktG die Merkmale der AG kennen und grenzen diese Rechtsform von anderen Rechtsformen, insbesondere der GmbH, ab.

Die Gesamtsicherung erfolgt über eine LearningApp, die dann den Hefteintrag freischaltet.